Kipsta B700 Pro Test: Korbanlage bis 3,05 Meter

Der B700 Pro ist die größte Korbanlage im Decathlon-Sortiment und die einzige, die bis auf die offizielle Ringhöhe von 3,05 Metern geht. Das Brett besteht aus drei Millimeter starkem Polycarbonat, der Sockel fasst 143 Liter, und die Höhe wird über eine Kurbel in sieben Stufen eingestellt.
Auf der Produktseite stehen 252 Bewertungen bei 4,60 von 5 Sternen. Für eine Anlage in dieser Größenordnung ist das eine solide Basis, der Schnitt liegt etwas unter dem der kleineren Kindermodelle.
Dieser Test ordnet die Anlage anhand der Herstellerangaben, der Maße und der Bewertungslage ein, geprüft am 10. August 2026 auf der Produktseite von Decathlon.
Wer den Korb im Hof auf Vereinshöhe braucht, hat im Sortiment keine zweite Wahl.
Stärken
- Sieben Spielhöhen von 2,44 bis 3,05 Meter, damit bis auf Wettkampfniveau
- Transparentes Polycarbonatbrett mit 116 mal 77 Zentimetern, Rebound nahe an Vereinsanlagen
- Ring mit Federung, Dunks sind ausdrücklich vorgesehen
- Versetzte Konstruktion mit 40 Zentimetern Überstand, mehr Platz unter dem Korb
- Sockel mit 143 Litern, mit Sand bis 196 Kilogramm beschwerbar
- Höhenverstellung per Kurbel, mit einer Hand bedienbar
- Zwei Rollen vorne am Sockel zum Verschieben
- Ringdurchmesser 45 Zentimeter innen, also Normmaß
Schwächen
- Mit 196 Kilogramm im Betrieb praktisch ortsfest
- Montagewerkzeug ist nicht im Lieferumfang
- Nur für draußen und ebenes Gelände freigegeben
- Nicht faltbar, Sockel misst 144 mal 75 Zentimeter
- Kein Ball dabei
- Deutlich teurer als jede Kinderanlage
- Ab 10 Jahren, für kleine Kinder zu hoch
- Wie hoch geht die Anlage?
- In sieben Stufen von 2,44 bis 3,05 Meter, die letzte ist die offizielle Ringhöhe.
- Wie wird verstellt?
- Über eine Kurbel, ohne Werkzeug und mit einer Hand.
- Wie schwer ist sie?
- 53 Kilogramm leer, mit Sandfüllung bis 196 Kilogramm.
- Ab welchem Alter?
- Decathlon gibt sie ab 10 Jahren frei.
Polycarbonat statt Polyethylen
Der wichtigste Unterschied zu den Kinderanlagen steckt im Brett. Die kleinen Modelle haben ein 25 Millimeter starkes Board aus Polyethylen, also weißen Kunststoff. Der B700 Pro hat ein transparentes Polycarbonatbrett mit drei Millimetern über einem Rahmen.
Das ändert das Absprungverhalten spürbar. Ein Polycarbonatbrett gibt den Ball schneller und härter zurück, so wie es die Glasbretter in der Halle tun. Wer Bankschüsse trainieren will, braucht genau dieses Verhalten, sonst trainiert er auf einem Brett, das mit dem im Spiel nichts zu tun hat.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Die versetzte Konstruktion
Der Ring steht 40 Zentimeter vor dem Pfosten. Das klingt nach einer Kleinigkeit, entscheidet aber darüber, wie nah man unter den Korb gehen kann, ohne gegen die Stange zu laufen. Bei billigen Anlagen sitzt das Brett direkt am Pfosten, und jeder Korbleger endet an Metall.
Zusammen mit dem federnden Ring ergibt das eine Anlage, an der Dunks tatsächlich vorgesehen sind. Decathlon schreibt das selbst so, und die Bauweise stützt es: Stahlpfosten mit 7,5 mal 7,5 Zentimetern, gefederter Ring, schwerer Sockel.
Sand ist Pflicht, nicht Empfehlung
Der Sockel fasst 143 Liter. Mit Wasser ergibt das etwa 145 Kilogramm, mit Sand zwischen 160 und 196 Kilogramm. Bei einer Anlage, an der gedunkt werden soll, sind diese 50 Kilogramm Unterschied kein Detail.
Dazu kommt der Winter. Gefrierendes Wasser sprengt Kunststoffsockel, und ein gerissener Sockel lässt sich nicht reparieren. Wer die Anlage ganzjährig draußen stehen lässt, füllt Sand ein und legt sie bei angekündigtem Sturm flach hin.
Lieferumfang
- Korbanlage B700 Pro mit Stahlpfosten
- Polycarbonatbrett mit Federring und Netz
- Sockel mit 143 Litern und zwei Rollen
- Kurbel für die Höhenverstellung
Nicht enthalten
- Montagewerkzeug
- Ball
- Sand oder Wasser für den Sockel
- Abdeckplane
Stärken und Schwächen
Stärken
- Sieben Höhen bis zur offiziellen 3,05 Meter
- Polycarbonatbrett mit 116 mal 77 Zentimetern
- Federring, für Dunks freigegeben
- 40 Zentimeter versetzte Konstruktion
- 143-Liter-Sockel, bis 196 Kilogramm
- Kurbelverstellung mit einer Hand
- Rollen zum Verschieben
Schwächen
- Werkzeug für die Montage fehlt
- Sehr schwer, praktisch ortsfest
- Nur draußen und auf ebenem Gelände
- Nicht faltbar
- Kein Ball im Lieferumfang
- Hoher Preis
Alternativen



Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Prüfen Sie zuerst den Untergrund. Decathlon gibt flaches Gelände vor, und das ist ernst gemeint: Eine Anlage mit 196 Kilogramm auf abschüssigem Rasen ist ein Sicherheitsrisiko. Pflaster, Beton oder eine ebene Terrasse sind die richtigen Plätze.
Zweitens die Montage. Das Werkzeug liegt nicht bei, gebraucht wird es trotzdem. Legen Sie Schraubenschlüssel und einen zweiten Menschen bereit, bevor das Paket kommt.
Und drittens die Höhe. 3,05 Meter sind ab 10 Jahren die Vereinsvorgabe. Wer für ein sechsjähriges Kind kauft, greift eine oder zwei Stufen tiefer und spart dabei deutlich.
Häufige Fragen zum B700 Pro
Erreicht die Anlage die offizielle Ringhöhe?
Ja. Die höchste der sieben Stufen liegt bei 3,05 Metern, das ist die offizielle Höhe im Basketball.Aus welchem Material ist das Brett?
Aus Polycarbonat mit drei Millimetern Stärke, transparent und mit 116 mal 77 Zentimetern deutlich größer als bei den Kinderanlagen.Kann man daran dunken?
Ja, der Ring ist gefedert und dafür ausgelegt. Voraussetzung ist ein voll beschwerter Sockel.Womit fülle ich den Sockel?
Mit Wasser ergibt das etwa 145 Kilogramm, mit Sand zwischen 160 und 196 Kilogramm. Sand ist die sichere Wahl, auch wegen des Frosts im Winter.Brauche ich eigenes Werkzeug?
Ja. Decathlon gibt ausdrücklich an, dass das Montagewerkzeug nicht mitgeliefert wird.Lässt sich die Anlage verschieben?
Am Sockel sitzen vorne zwei Rollen. Gefüllt gelingt das Verschieben nur zu zweit, leer deutlich einfacher.Ab welchem Alter ist sie geeignet?
Decathlon gibt sie ab 10 Jahren frei und ordnet sie den Stufen Fortgeschrittene und Experten zu.Lohnt sich der Kipsta B700 Pro?
Polycarbonatbrett, gefederter Ring, 40 Zentimeter Überstand und sieben Höhen bis 3,05 Meter: Das ist die einzige Anlage bei Decathlon, auf der sich ernsthaft trainieren lässt, und sie kommt der Halle näher als alles andere in dieser Preisklasse.
Der Preis dafür sind Gewicht und Aufwand. 196 Kilogramm bewegt niemand mehr spontan, das Werkzeug fehlt im Karton, und ebenes Gelände ist Bedingung. Wer diese drei Punkte klärt, bekommt einen Korb für viele Jahre.
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